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Wolfgang Franke – Ein Nachruf.

MahJongg macht Spaß!
Du hast es gesagt – oft. Aber du hast es auch gelebt und geteilt. Viele, die diesen Nachruf lesen, wären ohne Dich vielleicht gar nicht zum MahJongg-Spielen gekommen. Aber mehr noch als dieser Satz haben deine Taten dafür gesorgt, dass MahJongg in Hannover und darüber hinaus Verbreitung findet. Viele ausländische Gäste hast Du zu den montäglichen Spieleabenden eingeladen und mit dem MahJongg-Virus infiziert. Auf vielen Veranstaltungen immer wieder mit Erfolg Menschen den Spaß und das Miteinander beim MahJongg-Spielen nähergebracht.

WolfgangLange bevor die DMJL gegründet wurde, konnte man in deiner Gaststätte bereits in den 80er-Jahren im MahJongg-Club schon nach „Kaiser-Regeln“ spielen. Unvergessen sind die Samstage, an denen jeder Spieler etwas für das Buffet beigesteuert und man die Getränke selbst gezapft hat. Es gab noch keine zeitliche Begrenzung, so dass ein MahJongg-Abend schnell mal zu einer langen MahJongg-Nacht wurde.
Später etablierten sich dann die neuen „Chinese Official“ sowie die Riichi-Regeln, und damit gab es auch die Möglichkeit, sich mit anderen Spielern zu messen.

Auf Turnieren in der halben Welt hast Du gespielt und Freunde gefunden. Bis in das Heimatland des MahJongg bist Du gereist, warst sogar auf zwei Weltmeisterschaften! Und hast in den Straßen von Chongqing mit Fremden gespielt – ohne dass ihr eine gemeinsame Sprache gehabt hättet.
Auf internationalen Turnieren wird augenzwinkernd die Wolfgang-Regel für „Keine Blumen – zwei Punkte“ gezählt, die zu deinem 70. Geburtstag eingeführt wurde (der in Polen gefeiert wurde).
Wenn man mit dir auf Reisen war, gab es gratis noch lebendigen Geschichtsunterricht dazu. Sei es in Doorn (Wilhelm II) oder in Österreich/Ungarn zum Sissi-Cup. Selbst den englischen Riichi-Spielern in Windsor konntest du erklären, wie wichtig Hannover für das Empire ist 😉
Wir könnten noch viele Momente aufzählen, die deutlich zeigen, dass Du diesen Satz nicht nur so daher gesagt hast. Aber egal, wie viele Beispiele wir geben – es werden nie genug sein. Es sind sooo viele. Du warst viel mehr als ein MahJongg Spieler. Du hast die DMJL mitgeprägt. Für viele warst du Freund. Und natürlich die Seele des MahJongg Clubs Hannover.

Du hast viele Menschen berührt, im Kaisers zu Gast gehabt, für eine Zeit eine Bleibe in Hannover gegeben.
Deine Familie hat deine MahJongg-Liebe komplett unterstützt. Ihre Hilfe bei der Organisation von den Turnieren in der Gaststätte oder dem Jazz-Club war sehr willkommen, und die Kurierfahrten mit dem E-Mobil sind sehr vielen ausländischen Spielern noch unvergessen.
Wir durften miterleben, wie sich deine Familie vergrößert hat und wie die Enkel ihren ersten MahJongg-Stein auf Opas Arm gehalten haben. Zum 70. Geburtstag in Polen hatte sich eine sehr bunte Schar von Menschen aus Hannover auf den Weg gemacht, um mit Ingrid und dir zu feiern.
Jan, dein ehemaliger Koch hat uns seine Heimat von seiner schönsten Seite gezeigt. Das Beeindruckteste an dieser Reise war, dass jeder eine Streichholzlänge darüber berichtet hat, welchen Eindruck Du auf ihn gemacht hast. Und man hat wirklich jedem angemerkt, wie du ihn auf Dauer geprägt hast. Du hast in der ganzen Welt Freundschaften geschlossen und Freude gebracht.
Am Ende bleiben nur Erinnerungen und die sind für jeden anders. Aber eines haben sie gemeinsam:
Wir werden dich in unseren Herzen behalten und dich schmerzlich vermissen, wenn das Zwitschern des Hanfsperlings erklingt.
MahJongg spielen macht immer noch Spaß – aber eben weniger ohne Dich.

Wir werden weiterhin versuchen, in deinem Sinne das MahJongg-Spiel zu verbreiten.
Denn wie hattest du immer gesagt: Ein Leben ohne MahJongg ist möglich – aber nicht erstrebenswert.

Wahrscheinlich wird das, was wir hier geschrieben haben, Dir nicht wirklich gerecht. Eigentlich kann es das gar nicht. Aber das eine kann – und soll es: Ausdrücken was Du uns bedeutet hast. Und dass wir Dich vermissen und nicht vergessen werden.

Danke, dass wir an deinem Leben teilhaben durften.

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